Wider das Spaßbadgeplansche!

von MDR-Kultur Redakteur Stefan Petraschewsky

In den 90er Jahren waren alte Freibäder hierzulande nichts mehr wert. Sogenannte Spaßbäder kamen in Mode mit kilometerlangen Rutschen und Wellness-Düsen auf Sprudel-Liegen. Den wirklichen Spaß hatten am Ende wohl nur die Firmen, die das alles geplant und für viel Geld gebaut haben. Für den Badbesucher heute heißt es nämlich: hohe Eintrittspreise bei gechlortem Wasser;

ständiges Geschrei und Hygiene-Notstand – weil überall, wo man hinguckt oder besser weggucken will, Männer mit Bade- über Unterhose bzw. umgekehrt herumstehen, wer weiß das noch? – Das es auch anders geht, zeigt das Beispiel Wehrsdorf:

Weiß gestrichen stehen sie da: die Umkleidekabinen mit rotem Ständerwerk und schwarzer Beschriftung – die Zahlen „1“ – „25“ bei den Einzelkabinen; dazu die Gruppenumkleiden für „Frauen“ und „Männer“.

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